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  • 0 Wussten Sie schon? Was ist eigentlich COPD?

    • bei Physiomarblogger
    • 04-05-2021
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    COPD steht für "chronic obstructive pulmonary disease" und ist eine "dauerhafte" atemwegsverengende Lungenerkrankung. Erschwert ist bei diesem Krankheitsbild die Ausatmung, durch die Verengung der Bronchien. Es entsteht eine Entzündung der kleineren Atemwege, wodurch es zu vermehrter Schleimproduktion und zu Zerstörung des Lungengewebes kommt. Die typischen COPD Symptome sind Husten, mit Auswurf, erschwerte Ausatmung, Atemnot bei Belastung und später auch in Ruhe. Die Hauptursache der COPD ist das Rauchen. Es erhöht das Risiko um das 13 fache. Auch die Luftverschmutzung ist eine weitere mögliche Ursache, durch vermehrte Feinstaubbelastung oder schädliche Stäube, Dämpfe, Rauch oder Gase.Was kann man dagegen tun? Es gibt die medikamentöse Therapie oder nicht-medikamentöse Therapie, welche sich immer auf den Schweregrad der Erkrankung bezieht. Ziele der Maßnahmen sind z.B. die Steigerung der körperlichen Belastbarkeit, Linderung der Symptome, Vorbeugen aktiver Verschlechterungen und Verbesserung der Lebensqualität und des Gesundheitszustandes. Auch wir in der Physiotherapie können durch Atemtherapeutische Maßnahmen dem Patienten mit seiner Erkrankung unterstützen.   KH

  • 0 Erklär mir mal... Warum führt man ein Ernährungsprotokoll?

    • bei Physiomarblogger
    • 30-04-2021
    0.00 von 0 Stimmen

    Ein einwöchiges Ernährungsprotokoll zu schreiben ist eines der ersten Dinge, die man für die Ernährungsberatung erledigen darf. Optimalerweise gibt man das Protokoll vor dem ersten wirklichen Gesprächstermin an der Rezeption ab, sodass die Ernährungsberaterin sich bereits vorab ein Bild von der aktuellen Ernährungsweise machen kann. Für das Protokoll ist es wichtig, die Dinge einfach so aufzuschreiben wie sie sind, denn das bildet die Grundlage der späteren Zusammenarbeit. Ein interessanter Nebeneffekt ist, dass man sich beim Aufschreiben bewusst macht, was man alles im Verlaufe des Tages so zu sich nimmt.   PG

  • 0 Rund ums Physiomar - Veränderung des Behandlungstaktes

    • bei Physiomarblogger
    • 11-03-2021
    5.00 von 1 Stimmen

    Der Behandlungstakt in Physiotherapiepraxen In der Physiotherapie gilt es, wie in vielen anderen Branchen auch, den Spagat zu schaffen zwischen unserem eigenen Anspruch an eine gute Therapie und der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Besonders deutlich wird es bei der Entscheidung wie lang die Therapieeinheiten sind. Bezahlt werden von der Krankenkasse lediglich 15 Minuten. Es wird auch empfohlen, im 15 Minuten Takt zu arbeiten. Dass dieser Takt nicht umsetzbar ist, darüber braucht man nicht zu diskutieren, weshalb viele Praxen in einem 20 Minuten Takt behandeln, besonders jene Praxen wo sich die Therapeuten nicht selbst um die Organisation der Termine und der Abrechnung von Rezepten kümmern müssen. Fällt dieser Aufgabenbereich auch auf die Therapeuten, so wird in der Regel der Takt auf 30 Minuten erhöht. Sie als Patient bekommen also normalerweise nicht mehr Behandlungszeit, sondern der Therapeut lediglich mehr Zeit für Organisation. Denn es werden nach wie vor nur 15 Minuten bezahlt.   Um Wirtschaftlich zu sein muss also jede Praxis ihren eigenen Weg finden, um sich selbst und den Patienten gerecht zu werden. Im Physiomar sind wir in den Wintermonaten, trotz der Organisation der Termine am Empfang, größtenteils auf den 30 Minuten Takt gewechselt. Dies hat unseren Therapeuten ermöglicht sich auch mehr Zeit für die Therapie zu nehmen. Es wurden aber dennoch nur 15 Minuten bezahlt. Wir haben Ihnen also in den letzten Monaten Behandlungszeit geschenkt. Überall wo etwas verschenkt wird, muss allerdings auch gespart werden. Die Wirtschaftlichkeit kommt dabei natürlich zu kurz und spüren werden dies vor Allem die Therapeuten am Ende des Monats auf ihrem Konto.   Es muss eine andere Lösung her. Es ist Zeit kreativ zu werden. Wir möchten möglichst allen Patienten gerecht werden. Denjenigen, die die Leistung erhalten möchten, welche von der Krankenkasse bezahlt wird. Also 15 Minuten Behandlungszeit im 20 Minuten Takt des Therapeuten. Und denen, die mehr von einer Therapie erwarten und bereit sind in ihre Gesundheit selbst mehr zu investieren, als die Krankenkasse zahlt. Unser neues Konzept wird beiden gerecht.   Die Krankenkassen zahlen zu wenig. Das Ärzteblatt schrieb am Montag, 10. August 2020: „Der Deutsche Verband für Physiotherapie will in den Verhandlungen mit dem GKV-Spitzenverband eine um 50,13 Prozent höhere Vergütung für Leistungen innerhalb der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) erreichen. Das teilte der Verband heute mit. „Wir fordern mehr Zeit für die Behandlung des Patienten und eine zusätzliche Vergütung für bislang nicht vergütete Bestandteile der physiotherapeutischen Behandlung wie zum Beispiel der physiotherapeutischen Diagnostik“, sagte die Vorsitzende des Verbandes, Andrea Rädlein. Sie wies daraufhin, dass die augenblickliche Vergütung auch die physiotherapeutische Diagnostik, das Erstellung einer Verlaufsdokumentation, die Kommunikation mit dem behandelnden Arzt, die Erstellung eines Therapeuten-Arztberichtes abgelte. Laut einer Expertenbefragung nähmen diese Tätigkeiten durchschnittlich rund elf Minuten pro Be­handlung in Anspruch.“ Bis heute merkt man leider wenig Bereitschaft seitens der Krankenkassen, weshalb wir uns ein Stück weit von diesem System lösen wollen. Wir sind in vielen Fällen diejenigen die mit den Patienten direkt am Problem arbeiten, Lösungen finden und gemeinsam mit Ihnen einen Plan ausarbeiten wie sie am besten weiterhin am Problem arbeiten können. Dafür brauchen wir mehr Zeit als 15 Minuten.   Unser Lösungsansatz: Patienten haben die Möglichkeit 20 Minuten Therapiezeit zu ihrem Terminen dazuzubuchen. Statt 15 Minuten, können wir uns so 35 Minuten gemeinsam Ihrem Problem stellen. Es muss sich etwas verändern in dieser Branche und unser Ansatz bietet uns Therapeuten die Möglichkeit qualitativ und nicht mehr quantitativ zu arbeiten. Wir wollen unseren Patienten nachhaltig helfen. Wenn wir allerdings nur angemessen verdienen können, wenn wir in kürzerer Zeit, mehr Patienten behandeln, macht dies am Ende wirklich niemanden glücklich. Auf Krankenkassen können wir uns dabei also nicht verlassen, lassen Sie uns gemeinsam etwas zum Positiven verändern.   Therapeutische Grüße, Stephan Langhinrichs

  • 0 Erklär mir mal... Muss ich Sport machen um abzunehmen?

    • bei Physiomarblogger
    • 17-02-2021
    5.00 von 1 Stimmen

      Zu allererst das wichtigste. Müssen muss man gar nichts. Es ist immer einer Entscheidung, die man treffen darf. Eine Entscheidung bei der man sich folgendes fragen darf: Bringt mich diese Entscheidung meinem Ziel näher? Wenn man mit ja antwortet. Sehr gut, weiter so! Antwortet man mit nein, dann darf man seine Handlungen anpassen. Wenn man sein Ziel noch gar nicht kennt, oder es unspezifisch ist, dann sollte man sich zuerst damit auseinandersetzen und ein Ziel definieren. Sport ist etwas, das das Abnehmen sehr gut unterstützt. Durch Muskeltraining stärkt man die Fettverbrennungsmaschinen des Körpers – die Muskeln – und durch Ausdauertraining kann man die gefüllten Energiespeicher des Körpers entleeren. Dadurch ist der Körper eher dazu gezwungen, auf Fett als Energielieferant zurückzugreifen. Also eine Win-Win Situation. Zusammenfassend kann man sagen, man muss keinen Sport machen, allerdings ist es sehr hilfreich und daher empfehlenswert!   PG

  • 0 Wussten Sie schon? Makronährstoffe und ihre Funktion

    • bei Physiomarblogger
    • 12-02-2021
    5.00 von 1 Stimmen

    Was versteht man unter Makronährstoffen? Unter Makronährstoffen versteht man Nährstoffe, die Energie liefern. Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (Eiweiß) und Fette. Alle 3 Makronährstoffe erfüllen unterschiedliche Funktionen und lassen sich in weitere Untergruppen einteilen. Insgesamt spielt die Zusammensetzung der Makronährstoffe in unserer Ernährung eine wichtige Rolle, denn der menschliche Körper benötigt eine bestimmte Menge von jedem Nährstoff, um gut funktionieren zu können.   Was sind wichtige Funktionen von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten? Die Hauptaufgabe der Kohlenhydrate ist die Energiebereitstellung. Vor allem unser Gehirn und unsere roten Blutkörperchen (Erythrozyten) gewinnen ihre Energie aus Kohlenhydraten. In absoluten Notfällen kann das Gehirn für eine kurze Zeit einen Kohlenhydratmangel überbrücken, die Erythrozyten können dies jedoch nicht. Im Gegenzug zu den Kohlenhydraten ist die Hauptaufgabe der Fette unter anderem die Speicherung von Energie, um sie bei Bedarf freizusetzen. Man beachte, dass überschüssige Energie, die wir mit der Nahrung aufgenommen haben, als Fett gespeichert wird. Proteine werden vom Körper auf vielfältige Art und Weise genutzt. Sie sind Bestandteil von unseren Zellen, spielen eine wichtige Rolle beim Transport verschiedener Substanzen in unserem Körper. Unser Immunsystem besteht zu einem großen Teil aus Proteinen und auch aus der Muskulatur sind Proteine nicht wegzudenken. Proteine sind für uns überlebenswichtig!  

  • 0 Wussten Sie schon? Die PECH-Regel ist obsulet. Ab jetzt gilt PEACE & LOVE!

    • bei Physiomarblogger
    • 09-02-2021
    5.00 von 1 Stimmen

    Nach einer Operation oder akuten Verletzung möchte jeder wieder schnell „fit“ werden. Jedoch gibt es viel zu beachten. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft, sollte man die PEACE & LOVE-Regel beachten.   PEACE- in den ersten 3-5 Tagen nach der OP/Verletzung (Entzündungsphase) P - Protection (Schutz) Schone die betroffene Stelle vor Belastungen! Versuche sie jedoch moderat zu bewegen. Der wichtigste Indikator ist immer der Schmerz! Auf einer Skala von 1-10 sollte dieser immer unter 5 sein. Wenn es Einschränkungen vom Arzt/Operateur gibt halte dich strikt daran. E - Elevation (Hochlegen) Lagere die betroffene Region hoch. Sie sollte möglichst höher als das Herz gelagert werden. Dies fördert den Lymphabfluss, die Resorption und damit die Wundheilung. A - Avoid (Vermeiden) Vermeide Entzündungshemmer! Die Entzündung ist die wichtige erste Phase der Wundheilung. Warum diese mit Entzündungshemmern ausbremsen? Aufs kühlen solltest du ebenfalls verzichten. Vermeide außerdem Alkohol, Rauchen (wenn du süchtig bist verringere die Anzahl der Zigaretten zumindest) Schweine- und Rinderfleisch und Zucker. All dies kann die Entzündung negativ beeinflussen. C - Compression (Kompression) Stützstrümpfe, Kompressionsverbände oder Tapeanlagen können helfen die Resorption zu fördern und die Wundheilung zu unterstützen. E - Education (Aufklärung) Hiermit ist die Aufklärung, z.B. durch diesen INFO-Bogen gemeint. Befolge die PEACE & LOVE-Regel so gut es geht. Achte außerdem auf eine gute Ernährung (Viele Antioxidantien z.B. Obst und Gemüse) und viel Schlaf (mind. 8 Stunden)   & LOVE- in der Phase ab dem 4-6 Tag bis zur vollen Belastbarkeit L - Load (Belasten) Versuche die betroffene Region so schnell wie möglich wieder normal zu belasten. Gerade an alltägliche Belastungen sollte man sich so schnell wie möglich wieder gewöhnen. Oftmals ist es besser wieder schnell zur Arbeit zu gehen als die Krankschreibung voll auszureizen. Auch hier gilt alles was auf der Schmerzskala unter 5 ist, ist erlaubt! O - Optimism (Optimismus) Bleib positiv! Auch wenn es mal Tage gibt, wo die Schmerzen stärker sind oder man sich über die Einschränkungen ärgert sollte man auf seinen Körper vertrauen. Schmerzen, Schwellung und Bewegungseinschränkungen sind sinnvolle Mechanismen, die uns schützen sollen! Negative Gedanken oder gar Stress verschlechtern die Wundheilung massiv... V - Vascularisation (Durchblutungsförderung) Treibe zusätzlich Ausdauersport und/oder trainiere Muskelgruppen die nichts mit der betroffenen Region zu tun haben. Dies verbessert auch die Regeneration an der betroffenen Stelle. E - Exercise (Übungen) Koordinations-, Stabilisations-, Kraftübungen helfen dir dabei die volle Funktion der Strukturen wiederherzustellen. Achte hierbei wieder auf Schmerzen und die Anweisungen deines Therapeuten.   RS   Quellen: van den Bekerom MPJ, Struijs PAA, Blankevoort L, et al. What is the evidence for rest, ice, compression, and elevation therapy in the treatment of ankle sprains in adults. J Athl Train2012;47: 435-43. Vuurberg G, Hoorntje A, Wink LM, et al. Diagnosis, treatment and prevention of ankle sprains: Update of an evidence-based clinical guideline. Br J Sports Med2018;52: 956. Duchesne E, Dufresne SS, Dumont NA. Impact of inflammation and anti-inflammatory modalities on skeletal muscle healing: From fundamental research to the clinic. Phys Ther Sport2017;97: 807-17.

  • 0 Erklär mir mal... Schmerz ist ein Geschenk

    • bei Physiomarblogger
    • 29-01-2021
    5.00 von 1 Stimmen

    Ihr Körper kommuniziert mit Ihnen Zu oft kommen Patienten in die Praxis und ärgern sich massiv über ihren Schmerz. Sei es am Rücken, am Nacken oder in den Beinen. Völlig egal, der Schmerz ist lediglich eine Form der Kommunikation zwischen Ihrem Körper und Ihnen. Ihr Körper versucht Ihnen nur mitzuteilen, dass er ein Problem mit Ihrem Bewegungsverhalten hat. Ihre Aufgabe ist dann nicht sich ständig darüber zu ärgern oder den Körper mit Wärme/Kälte/Medikamenten ruhig zu stellen, sondern das „Gesagte“ zu verstehen und Dinge zu verändern die dem Körper offensichtlich schaden. Sie kommunizieren also über Ihr Bewegungsverhalten und ihre mentale Einstellung mit Ihrem Körper. Schmerz legt Ihnen die Grenze Ihrer körperlichen Belastung dar Schmerz ist insofern extrem sinnvoll, da er uns vor drohendem Schaden warnt. Er zeigt Ihnen die Grenze Ihrer Belastbarkeit auf und möchte vermeiden, dass Strukturen zerstört werden. Hätten unsere Autos so ein ausgeklügeltes Feedback/Feedforward-System hielten sie nicht nur 200-300 Tausend Kilometer, sondern deutlich länger. Auf der anderen Seite wäre eine Maschine die vor Schmerzen aufheult, wenn sie Leistung bringen soll, auch nicht erstrebenswert. Wir akzeptieren diesen Verschleiß. Ihr Körper weiß also ganz genau was er tut, wenn er sie mit Schmerzen „quält“. Denn zuvor haben Sie ihn über ihr Verhalten ebenfalls gequält und alle anderen Signale ignoriert, sodass er eben zu diesem Mittel greifen musste. Schmerz ist komplex Schmerz hat selbstverständlich noch viele andere Facetten und ist noch weitaus komplexer als hier dargestellt. Dennoch hat Schmerz eine Funktion und ist nie sinnlos. Ihr Körper möchte lediglich nicht überfordert werden und möchte die Anforderungen die Sie an ihn stellen, auch erfüllen können. Ohne Schmerz hoher Verschleiß Schmerz ist demnach ein Geschenk, durch das viele Menschen überhaupt noch in der Lage sind sich ausreichend gut durch ihren Alltag zu bewegen. Ohne Schmerz würde bei vielen Menschen der Verschleiß deutlich früher heftige Spuren hinterlassen.   Dieser kurze Exkurs soll Ihnen lediglich einen Anlass geben weiterführend zum Thema „Schmerz“ zu recherchieren. Denn Veränderung beginnt mit Verstehen. Signale verstehen, Verhalten verändern.   Stephan Langhinrichs

  • 0 Erklär mir mal... Warum Training keine Möglichkeit, sondern eine Notwendigkeit für jeden von uns ist

    • bei Physiomarblogger
    • 27-01-2021
    5.00 von 2 Stimmen

      Unsere Bewegungsmuster haben sich im Laufe der Menschheitsgeschichte stark ökonomisiert, d.h. es wird sehr gut mit der vorhandenen Energie gehaushaltet und der menschliche Körper ist enorm gut dahingehend angepasst bei hoher Leistung lange Belastungszeiten zu erzeugen. Anders ausgedrückt bedeutet dies, dass wir weder schnell genug sind einem Nilpferd davonzulaufen noch im Zweikampf kraftmäßig gegen ebendieses aufzutrumpfen. Unsere Strategie gegen schnellere und kräftigere Gegner könnte also schlichtweg die Hartnäckigkeit und das umsichtige Handeln sein. Lange genug, über Tage oder Wochen, an einem Tier dranzubleiben und es immer wieder panisch wegrennen zu lassen, wird irgendwann alle Energiereserven des Tieres aufgebraucht haben. Sobald das Tier dann erschöpft aufgibt, hat der Mensch ohne direkte Konfrontation Beute gemacht. Soweit meine persönliche Hypothese, weshalb der Mensch das kann was er kann. Aber was sollte jeder Mensch können? Um im Wettbewerb zu bestehen, kann man sich zwei Strategien bedienen. Zum einen kann man versuchen eine Stärke möglichst weit auszubauen, sodass die Verteidigungsstrategien des Gegners nicht ausreichen. Zum anderen ist es auch möglich seine Schwächen so gut es geht auszugleichen, sodass der Gegner keine Schwachstellen finden kann. Ich argumentiere an dieser Stelle immer gern mit der Vielseitigkeit des Menschen in Hinsicht auf viele verschiedene Bewegungsmuster und der Optimierung dieser im Vergleich mit der gesamten Breite des Spektrums von unterschiedlichen Lebewesen. Wir sind weder die schnellsten, oder kräftigsten, noch können wir besonders gut schwimmen und erst recht nicht fliegen. Allerdings haben wir die Fähigkeit entwickelt und mit Werkzeugen einen Vorteil zu verschaffen, woraus sich enorme Möglichkeiten entwickelt haben unsere offensichtlichen Schwächen auszugleichen. Kommt ein kräftiges schnelles Wesen auf uns zu gerannt, dann nutzen wir Speere, Steine, Bogen, Äxte und unsere Gruppe. Ja, sich in Gruppen zusammen zu tun ist auch nur ein Werkzeug um in einer unerbittlichen Umgebung zu überleben. Allein und ohne Werkzeuge ist der Mensch schwach und leicht angreifbar. Aus dieser Tatsache heraus hat der Mensch folgende Bewegungsmuster optimiert: Gehen/Laufen/Sprinten Asymmetrische armbetonte Bewegungen/Asymmetrische beinbetonte Bewegungen Tragen Kniebeuge Ausfallschritt Ziehen Drücken In diesen Bewegungsmustern trainiert man im „Functional Movement“ und versucht diese zu optimieren, damit der Körper als Ganzes so funktioniert wie es Jahrtausende lang gedacht war. Treten Sie in das Pedal eines Lada als wäre es ein Ferrari, dann fliegt Ihnen der Motor um die Ohren Wird ein Werkzeug falsch benutzt, ist der Verschleiß hoch und es geht kaputt. Betrachten wir unseren Körper als eben ein Werkzeug, dann sieht man schnell woher die Probleme vieler Menschen kommen. Viel Sitzen, wenig Bewegung, selten Belastung. Zusätzlich wird der Körper mit einigen Stoffen gepusht (Koffein, Nikotin, etc…), mit anderen wieder gedämpft (Betablocker, Blutdrucksenker, etc…). Normale Funktionalität wird von vielen Menschen nicht trainiert, vielmehr wird mit allen Mitteln versucht ein MINDESTMASS an Gesundheit zu halten. Ein sehr fragiles Konstrukt bauen wir uns da mit einer Stunde Spazierengehen am Tag, Medikamenten und der immer weiter fortschreitenden Reduzierung der Belastung. Ich beende diesen Apell an die Eigenverantwortung der Menschen mit folgender Äußerung: Meinen Sie sie verdienen nur dieses Mindestmass an Gesundheit oder sind Sie sich mehr wert? Wenn der Körper als Ganzes funktionieren soll (inklusive Organe und Hirn), dann muss man anfangen ihn regelmäßig angemessen zu trainieren. Der Körper kann nur das was er regelmäßig tut! und Use it or lose it! Denken Sie dran, wir sind nur in der Gruppe stark. Also suchen Sie sich Unterstützung in Form von Familie, Freunden und den Trainern ihres Vertrauens. Im Physiomar findet man bereits jetzt viele Menschen die verstanden haben, dass Sie es sich wert sind und die körperliche Leistungsfähigkeit der Zukunft davon abhängt was sie heute tun. Es ruht ungenutztes Potential in jedem von uns, durch Training bringen wir es ans Licht. Wer weiß wie gut sie sich in ein paar Monaten fühlen, geben Sie ihrem Körper die Chance sich wohl zu fühlen.   Sportliche Grüße, Stephan Langhinrichs

  • 0 Wussten Sie schon? Diabetes und Bewegung

    • bei Physiomarblogger
    • 26-01-2021
    5.00 von 2 Stimmen

    Was können Sie aktiv tun, um Ihre Stoffwechsellage zu verbessern? Bewegung hilft sowohl vorbeugend bei Typ-​2-Diabetes, als auch positiv bei bereits bestehender Erkrankung und Typ 1 Diabetes Durch Bewegung werden die Körperzellen empfindlicher für Insulin, so dass die Zellen mehr Zucker aus dem Blut aufnehmen können. Der Blutzuckerspiegel sinkt. Außerdem kann der HbA1c-​Wert, bekannt als Blutzucker-Langzeitwert, durch regelmäßige Bewegung gesenkt werden. Bewegung fördert durch einen höheren Energieverbrauch die Gewichtskontrolle und senkt den Blutdruck. Dies beeinflusst die Entstehung und Entwicklung von Fol­ge­er­kran­kun­gen, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen positiv. [1] Privatdozent Dr. med. Axel Preßler erklärt: „Wer überflüssige Pfunde abbauen und seinen Blutzucker langfristig senken will, sollte regelmäßig, am besten fünf bis sechsmal pro Woche für je eine halbe Stunde Sport treiben“ und ergänzt: „Ideal für Menschen mit Diabetes ist dabei Ausdauersport. Er verbrennt nicht nur Kalorien, sondern stärkt gleichzeitig auch das Herz-Kreislauf-System und die Lunge.“ [2] Ausdauersportarten wie z.B.: Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen oder auch Krafttraining ist besonders für Menschen mit Diabetes wichtig. Krafttraining meint kein stumpfes Gewichtstemmen. Dr.med A. Preßler empfiehlt vordergründig Funktionelles Training mit dem eigenen Körpergewicht, das die Ganzkörperfitness steigert. [3] Sprechen Sie uns an, wir beraten und unterstützen Sie gerne beim Thema Diabetes & Bewegung.   Internetquellen: [1] https://www.diabinfo.de/leben/typ-2-diabetes/behandlung/bewegung.html, 13.01.2021, 14:20 Uhr [2] https://www.diabetesde.org/pressemitteilung/ausdauersport-krafttraining-blutzucker-dauerhaft-senken, 13.01.2021, 14:35 Uhr [3]  https://www.diabetesde.org/pressemitteilung/ausdauersport-krafttraining-blutzucker-dauerhaft-senken   CT

  • 0 Erklär mir mal... Diabetes & Ernährung

    • bei Physiomarblogger
    • 25-01-2021
    5.00 von 2 Stimmen

      Egal ob Diabetes Typ 1 oder Diabetes Typ 2, bei beiden Erkrankungen liegt die Herausforderung darin den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu halten. Es gibt etwas, was die meisten Diabetiker nicht so sehr mögen, aber dennoch zum Alltag dazugehört: Das Spritzen. Nun kann man sagen, „Naja, da gewöhnt man sich ja dran“ was sicherlich auch in einem bestimmten Maß stimmt, aber dennoch ist es für viele ein Ziel, sich nicht so häufig spritzen zu müssen. Wie im letzten Beitrag beschrieben kann man durch Bewegung erreichen, dass man weniger Insulin spritzen muss. Als kurze Erinnerung: Nehmen wir Kohlenhydrate über Lebensmittel auf, werden diese spätestens im Darm in einzelne Zuckermoleküle gespalten, die dann über die Darmschleimhaut in die Blutbahn gelangen. Je nachdem ob wir einfache Kohlenhydrate wie z.B. Weißbrot, Zucker, Süßigkeiten oder komplexe Kohlenhydrate, wie z.B. Vollkornbrot, Vollkornreis, Hülsenfrüchte zu uns nehmen erfolgt ein unterschiedlich schneller Anstieg des Blutzuckerspiegels. Einfache Kohlenhydrate sind so „einfach“ das der Körper sie gar nicht weiter abbauen muss und sie direkt über den Darm in die Blutbahn gelangen. Das führt zu einem sehr schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels. Komplexe Kohlenhydrate sind, einfach beschrieben, sehr lange und verzweigte Ketten. Diese müssen im Darm erst einmal auf die einzelnen Bestandteile heruntergebrochen, also verdaut, werden. Das dauert wesentlich länger und führt dadurch zu einem deutlich langsameren Anstieg des Blutzuckerspiegels. Als Reaktion auf den Anstieg des Blutzuckerspiegels setzt unser Körper Insulin frei. Das Insulin funktioniert wie ein Schlüssel und ermöglicht, dass der Zucker aus dem Blut in die Muskel- und Fettzellen aufgenommen wird. Stelle dir nun einmal vor, wie bei dir zu Hause ein kleines Leck in einem Wasserrohr ist. Das Wasser läuft ganz langsam aus, füllt deine Küche quasi in Zeitlupe. Das wird dich zwar ärgern, aber in der Regel keine akute Panik auslösen. Du wirst ruhig und gelassen reagieren und Tücher organisieren, den Hauptwasserhahn abdrehen etc.Nun stelle dir mal vor in deiner Küche hast du einen richtigen Wasserrohrbruch. Das Wasser schießt in einem breiten Strahl daraus hervor, steht dir ruck zuck bis zum Knöchel. So schnell kannst du gar nicht gucken. Du wirst hektisch, panisch. Aaaah, Tücher, schnell schnell Hiiiilfe, Mist, den Hauptwasserhahn muss ich ja auch noch abdrehen... Fragst du dich gerade warum ich das beschriebe? Ganz einfach. So ähnlich reagiert unser Körper. Steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Essen einfacher Kohlenhydrate super schnell an, da diese ja quasi sofort unsere Blutbahn überfluten, reagiert der Körper mit einer Panikartigen und sehr sehr hohen Insulinausschüttung. Viel höher als eigentlich nötig gewesen wäre. Als Folge kommt es dazu, dass viel mehr Zucker aus der Blutbahn in unsere Zellen aufgenommen wird als eigentlich nötig. Man kommt in den Unterzucker. Das merkt das Gehirn und sendet uns postwendend das Signal „Huuuunger“, „Du musst etwas essen“. Isst man allerdings komplexe Kohlenhydrate erfolgt der Anstieg des Blutzuckerspiegels sehr gemütlich. Und so reagiert auch unser Körper. Er dosiert sehr genau wie viel Insulin ausgeschüttet werden muss. Dadurch kommt man auch nicht in den Unterzucker. Was bedeutet das Ganze nun für unsere Ernährung? Generell sollte man darauf achten vermehrt komplexe Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Dazu gehören Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Gemüse, Linsen, Bohnen und Obst. Diese haben meistens auch den Vorteil, dass sie viele Ballaststoffe enthalten, die zu einer längeren Sättigung führen. Meiden sollte man Lebensmittel mit einem hohen Anteil einfacher Kohlenhydrate. Dazu gehören unter anderem Süßgetränke, Süßigkeiten, Pommes, Weißbrot und nicht Vollkornprodukte. Isst du mehr komplexe oder einfache Kohlenhydrate?   PG

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